Brandenburg

Nachrichten aus der Mark Brandenburg

Wie bringen wir das Erbe der Vorfahren zum Sprechen

Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung und Programmreihe „Wegen Inventur geöffnet! Zur Sammlung und Zukunft des Regionalmuseums Burg Beeskow“ Ausgezeichnet mit dem Initiativpreis der Ostdeutschen Sparkassenstiftung 2018

Wer lernt, Dinge seiner Umwelt zu erkennen, zu benennen und zu interpretieren, erschließt sich eine Erzählung vom Zustand der Welt. Die materielle Kultur einer Gesellschaft – Geräte, Werkzeuge, Waffen, Bauten, Kleidungs- und Schmuckstücke – ist daher von großem Interesse, nicht nur für Geisteswissenschaftler. Wir alle sollten uns fragen, welche Rolle die gegenständliche Überlieferung für unsere Vorfahren spielte, was sie uns heute zu sagen hat und wie wir sie überhaupt wahrnehmen.

Die Erforschung der Dinge verbindet. Einig ist man sich darüber, dass die Dingkultur – gemeinsam mit der mündlichen Überlieferung, die der immateriellen, geistigen Kultur zugrunde liegt – Identität stiften kann, indem sie das Alltagsleben von Menschen einfängt. Gerade Museen stehen hier vor einer anspruchsvollen Aufgabe: denn Dinge zu sammeln ist das Eine, den Umgang mit den Dingen lebendig zu halten das Andere und Wesentliche. Dazu brauch es offene Augen und Ohren!

Wer derzeit die Reihe in der Märkischen Oderzeitung zum „Ding der Woche“ aufmerksam verfolgt, weiß um den Reiz einer Zwiesprache mit dem überlieferten Gegenstand. Um unsere Erfahrungen mit dem Ding an sich soll es im zweiten Gespräch zur Sammlung und Zukunft des Regionalmuseums am Sonnabend, dem 1. September 2018, um 16 Uhr auf Burg Beeskow gehen.

Dabei werden mit Dr. Andreas Ludwig und Dr. Udo Gößwald zwei Experten zu erleben sein, die stets vor allem den Kontakt zu den eigentlichen „Trägern“ der materiellen Kultur, zu den Einwohnerinnen und Einwohnern der Kieze und Regionen, suchten. In „Geschichtswerkstätten“ betrieben sie „Geschichte von unten“: Sie entwickelten das „Vor-Ort-Prinzip“, befragten Zeitzeugen, überließen die Spurensuche vor allem auch Laien und schulten so den kritischen Umgang mit Lebenserfahrungen und Hinterlassenschaften.

Wiederum sind Sie eingeladen, Dinge mitzubringen, die Sie mit Ihrer Stadt und Region und einem für Sie wichtigen lokalen Thema verbinden und mit denen Sie zumindest für einen Abend die aktuelle Ausstellung des Regionalmuseums bereichern wollen.

 

Sonnabend, 1. September 2018, 16 Uhr
Burg Beeskow, Unterm Dach
Eintritt frei

Erkner – Bereits kurz nach 8 Uhr säumten zahlreiche Eltern und unsere neuen Schüler der Klas-senstufen 5 und 7 die Flure des Carl Bechstein Gymnasiums. Mit neugierigen Blicken musterten sie die Schule und verinnerlichten allerlei Eindrücke. Selbst die „alten Ha-sen“ hatten viel Neues zu entdecken. Interessiert wanderten Schüler aller Jahrgänge erstmals durch das neue Gebäude. Schließfächer, Unterrichtsräume, Sekretariat, Aula – viel frischer Wind weht derzeit durch das CBG.

Um 9 Uhr war es endlich soweit, es wurde offiziell: Gemeinsam mit ihren Kindern betraten die Erwachsenen die Aula. Doch schnell sollten sie feststellen, dass nun die Kleinen im Mit-telpunkt standen und deshalb im Vordergrund saßen. Ganz vorn platzierten sich die 28 Schü-ler der 5. Klasse, dahinter die 102 Siebtklässler. Ihnen gegenüber lächelte das „Begrüßungs-kommando“, Schüler der 7l, die die Veranstaltung unter der Leitung von Thomas Falk musi-kalisch begleiteten. Nach dem ersten Musikstück trat der Schulleiter, Rüdiger Konertz, ans Pult und wandte sich mit anspornenden Worten an jeden einzelnen seiner Schützlinge: „Du zählst zu den Besten der Grundschule, deshalb kannst du hier mitmachen.

Insgesamt 23 Primarschulen aus Erkner und Umgebung haben ihre Schüler zum CBG ge-sandt, und nun gehören sie zu den rund 860 Gymnasiasten unserer Schule. „Wir alle freuen uns auf dich und nehmen dich auf, so wie du bist“, stellte Konertz heraus und verwies auf den Respekt, den man sich an der Schule entgegenbringe. Dann stellte er die neuen Klassenlehrer vor, die neugierig und voller Erwartungen von den neuen Klassen beäugt wurden.

Ebenso herzlich begrüßte anschließend Kerstin Röske die Neuen im Haus. Sie ist zuständig für die Klassenstufen 5 bis 7 und neben Fach- und Klassenlehrern ein zentraler Ansprechpart-ner für Schüler sowie Eltern. Nachdem die Aula nun ihre erste Veranstaltung und damit die Feuertaufe erfolgreich überstanden hatte, mussten die Erwachsenen ihre Kinder in die Obhut der lächelnden Klassenlehrer geben.

Lange hielt es die Neuen allerdings nicht in den Klassenräumen, denn ihre Paten warteten schon auf sie. Während die 7l die 5l durch die Gebäude und über den Schulhof führte, nah-men die Klassen 9a-d sich der Klassen 7a-d an. In kleineren Gruppen ging es für viele erneut auf Entdeckungstour. Die Schüler konnten sich dabei austauschen und die Jüngeren von den Erfahrungen der Älteren profitieren. Erstaunlich wenige Berührungsängste waren dabei zu beobachten – die CBG-Familie nahm den Nachwuchs offen und freundlich auf.

11.40 Uhr wandte sich Schülersprecherin Leoni Gau an die Neuen. Danach warteten Buffet und Getränke, bevor es erneut weiterging. Diesmal hatten die Schüler der Oberstufe in ver-schiedenen Räumen Inhalte zu den einzelnen Unterrichtsfächern vorbereitet. In 20 Minuten erhielten die Schüler einen Einblick in ihren künftigen Schulalltag am CBG.

Im Verlauf des Morgens wurden ebenfalls 110 Schüler von der Schulleitung in der Sekundar-stufe II willkommen geheißen. Die Elftklässer sind nunmehr in der heißen Phase ihrer Schul-zeit, der Oberstufe, angekommen. Mit einem breiten Angebot, verteilt auf 65 Kurse, werden die Schüler zum Abitur im Jahr 2020 geleitet.

Das Lausitzer Seenland und die Europastadt Görlitz blicken nicht nur auf eine gemeinsame Geschichte, sondern auch in eine gemeinsame Zukunft: Aus Tagebaurestlöchern des Kohlebergbaus entstehen durch Flutung idyllische Seenlandschaften, die ganzjährig aktive Erholung garantieren.

Senftenberg/Görlitz, 29. Januar 2018 (tpr) – Riesige Wasserflächen glitzern in der Sonne, Stand-up-Paddler ziehen ihre Bahnen, Boote segeln auf dem See und Familien starten zur Fahrradtour. Was heute im Lausitzer Seenland und in Görlitz Realität ist, war vor wenigen Jahrzehnten noch ein unendlich fern erscheinender Traum. Aus den Mondlandschaften einstiger Braunkohlereviere zwischen Berlin und Dresden haben sich innerhalb kurzer Zeit zwei attraktive Reiseziele entwickelt. Im Lausitzer Seenland wächst mit mehr als 20 gefluteten Seen und schiffbaren Kanälen die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas heran. Und vor den Toren der Europastadt Görlitz ist mit der Flutung des fast 1000 Hektar großen Berzdorfer Sees ein neues Natur- und Naherholungsresort entstanden.

Bergbaugeschichte erleben

150 Jahre lang prägten der Bergbau und die Kohleproduktion das berufliche und gesellschaftliche Leben der Lausitz. In der Landschaft haben sie deutliche Spuren hinterlassen. Bergleute holten über zwei Milliarden Tonnen Braunkohle aus bis zu 60 Metern Tiefe. Riesige Tagebaurestlöcher blieben zurück. Mit der Flutung des Senftenberger Sees 1967 begann der Strukturwandel. Um diesen nachzuvollziehen, begeben sich Gäste am besten auf die Energie-Route der Lausitzer Industriekultur zwischen Cottbus und Bautzen. An elf Stationen erleben sie, wie Kohle in Energie verwandelt wird und wie Bergleute lebten und arbeiteten. Sie entdecken Orte, die bis vor einiger Zeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich waren, wie den aktiven Tagebau Welzow-Süd.

Am Berzdorfer See bei Görlitz erzählt der riesige Schaufelradbagger 1492 von der 250 Jahre alten Bergbautradition in der niederschlesischen Oberlausitz. Ehemalige Kumpel führen auf Anfrage bis auf 24 Meter hinauf auf das Tagebaugroßgerät. In Görlitz-Königshufen erinnert die Hoffnungskirche an das Dorf Deutsch-Ossig am heutigen Berzdorfer See, das 1988 dem Tagebau weichen musste.

Europastadt Görlitz am See

Wer nicht gerade vor dem Schaufelradbagger steht, mag kaum glauben, dass am Berzdorfer See im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien noch bis 1997 Braunkohle gefördert wurde. Gelber Sandstrand und klares Wasser mit Ausblicken auf das nahe Riesengebirge und die Landeskrone, den Hausberg von Görlitz, locken zum Baden. Ein 16 Kilometer langer Rundweg zieht Wanderer, Radfahrer und Inlineskater an. Auf dem Wasser sind Segelschiffe, Surfer und Stand-Up-Paddler unterwegs. Idylle pur. Höhepunkt im Veranstaltungsjahr ist die Görlitzer Seewoche vom 28. Juli bis 5. August mit sportlichen Wettkämpfen, Livemusik und kulinarischen Spezialitäten. In diesem Sommer wird auch das erste Vier-Sterne-Hotel am See mit Wellnessbereich und direktem Seezugang eröffnet. Damit erweitert Görlitz, das erst kürzlich zur besten Filmlocation des Jahrzehnts gekürt wurde, das kulturelle Angebot um eine naturnahe Komponente.

Landschaft im Wandel: Lausitzer Seenland

Während die Spuren der Bergbauindustrie bei Görlitz kaum mehr sichtbar sind, kann man im Lausitzer Seenland die faszinierende Transformation vom Tagebau zum See noch erleben. Auf der „Seenland-Route“, einem 186 Kilometer langen Fernradweg, sind alle Stadien der Flutung – vom stillgelegten Tagebau bis zum fertigen See – zu sehen. In fünf Tagesetappen geht es auf breiten flachen Wegen vom Großräschener See im Norden bis zum Bärwalder See im Süden vorbei an schroffen Ufern und malerischen Stränden, Marinas mit Segelbooten, Kanälen und Schleusen, Schlössern und Museen.

Auch vom Wasser aus lässt sich der Landschaftswandel beobachten. In den nächsten Jahren entstehen schiffbare Kanäle, welche zehn Seen miteinander verbinden werden. Schon heute können Freizeitkapitäne über den Koschener Kanal vom Senftenberger See zum Geierswalder See fahren. Die beiden Seen sind zudem beliebte Segelreviere. Darüber hinaus bietet das junge Reiseziel anderen Wasserportlern zahlreiche Gelegenheiten zum Wasserskifahren, Surfen, Rudern oder Paddeln. Familien genießen den Strandurlaub an einem der Badeseen, Angler die Natur, die sich Stück für Stück ihre Welt zurückerobert.

Weitere Ideen für einen Urlaub im Lausitzer Seenland und in Görlitz am See liefern die Tourismusverbände auf ihren Webseiten: www.lausitzerseenland.de und www.goerlitz.de/Tourismus

Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.

Mobilkran stemmt 41 Tonnen am 56-Meter-Ausleger

Rühstädt-Gnevsdorf / Karstädt (k-w). Das Wehr Gnevsdorf nimmt für den Hochwasserschutz entlang der Havel eine entscheidende Rolle ein. Deshalb ist es nach über 60 Jahren an der Zeit, die Anlage gründlich auf Vordermann zu bringen. Dafür wurde einer der größten Mobilkräne Deutschlands eingesetzt. Je 41 Tonnen musste der Kranwagen an seinem Ausleger in die Höhe hieven, damit die beiden Grundschütze des Wehres Gnevsdorf in bis zu 56 Meter Entfernung zu seinem Standort ausgebaut und auf einen Schwertransporter verladen werden konnten. Allein schon die Demontage der Anlage gestaltete sich wie erwartet als Herausforderung für alle Projektbeteiligten.

Doch obwohl die Windverhältnisse zeitweise dafür sorgten, dass die Arbeiten an mehreren Tagen unterbrochen werden mussten, liegen die Stahlbauer aus Karstädt mit dem Großauftrag absolut im Zeitplan. „Wir sind sogar etwas früher fertig als geplant“, meldet Holger Hahn, Leiter Stahlwasserbau bei SCHORISCH Magis, Vollzug. Mehrere Spezialtransporter haben die tonnenschweren Stahlteile in die Werke Karstädt und Brandenburg gebracht, wo sie entschichtet, instandgesetzt und wieder beschichtet werden. Außerdem werden neue Dichtungen angeschraubt.

Im April 2018 wollen die Spezialisten für den Stahlwasserbau das in seine Einzelteile zerlegte Wehr wieder zusammenbauen. Dafür wird erneut der 1200-Tonnen-Mobilkran angefordert, der trotz eines Ballastgewichts von 200 Tonnen durch den weit ausgefahrenen Ausleger erneut an seine Belastungsgrenze stoßen wird. Um das Gesamtgewicht zu reduzieren, wurden die Aufsatzklappen von vorneherein demontiert, erläutert Projekt-Ingenieur Hans-Jürgen Schlestein die Vorgehensweise. Die vier Teile der Maschinenanlage samt Elektromotoren und die im Durchmesser jeweils metergroßen Zahnräder werden ebenfalls in Karstädt generalüberholt. Beim Wiedereinbau werden später sämtliche Führungen vor Ort nochmals sorgfältig überprüft. Umbau und Modernisierung der Wehrverschlüsse sowie der Antriebselemente waren notwendig geworden, um die dauerhafte Betriebssicherheit der 1954 gebauten Anlage auch in Zukunft sicherzustellen. Den Spezialisten für den Stahlwasserbau wurden die kompletten Demontage- und Montagearbeiten sowie die Instandsetzung inklusive Korrosionsschutz übertragen. „Dass man uns als regionalem Unternehmen diesen Auftrag in Millionenhöhe anvertraut hat“, sagt Geschäftsführer Detlef Möhr, „das sichert nicht nur Arbeitsplätze direkt vor Ort, sondern ist natürlich auch ein großer Vertrauensvorschuss.“

Früher war das Land zwischen Havelberg und Rathenow regelmäßig von Überschwemmungen betroffen, da die Elbe im Bereich der ursprünglichen Havelmündung mit 15 Zentimeter auf einen Kilometer ein drei- bis viermal so hohes Gefälle wie die Havel aufwies. Das führte immer wieder zu erheblichen Ernteausfällen. Schon 1934 begann man mit dem Bau der Wehrgruppe und der Schleuse Havelberg. Der rund elf Kilometer lange Gnevsdorfer Vorfluter wurde 1956 fertiggestellt. Durch diesen künstlichen Havelabfluss wird der Rückstaupunkt der Elbe flussabwärts verlegt. Der Bau der zweiten Havelmündung in die Elbe brachte beim Gefälle einen Gewinn von bis zu 1,40 Meter zu Gunsten der Havelvorflut. Zugleich konnte die Rückstauhöhe der Havelniederung damit erheblich gesenkt werden. Die vier Wehre bei Quitzöbel (Altarm- und Durchstichwehr), Neuwerben und Gnevsdorf sowie die Schleuse Havelberg ergänzen das sorgfältig
ausgeklügelte Hochwasserschutzsystem.

9. Januar 2018, Burg (Spreewald). Svenja Leiber lädt als Preisträgerin des Spreewald-Literaturstipendiums Winter 2017/2018 zu vier Lesungen im Januar ein und startet somit die Literatursaison im Bleiche Resort & Spa. In der Laudatio für den Förderpreis des Bremer Literaturpreises wird sie als »Sprachmusikerin« bezeichnet.
Die talentierte wie erfolgreiche Autorin erhielt bereits zahlreiche Anerkennungen für ihre literarischen Arbeiten. Mit Spannung wird ihr neuer Roman »Staub« erwartet. Er erscheint im Frühjahr 2018 im Suhrkamp Verlag und ist Gegenstand ihrer letzten Lesung im Spreewald.

www.literaturport.de/Svenja.Leiber/

WANN? Beginn jeweils 18 Uhr, EINTRITT FREI

Termine

10.1.18
Drüben hinterm Dorfe – Erzählungen aus der Provinz aus dem Erzählband »Büchsenlicht«

17.1.18
Russland – eine Winterreise aus dem Roman »Schipino«

24.1.18
Orpheus, oder die Bienenzucht aus dem Roman »Das letzte Land«

31.1.18
Lesung aus dem Roman »Staub«, für den sie 2010 den Nahen Osten bereiste.

WO?
Hotel Bleiche Resort & Spa, Bleichestr. 16, 03096 Burg (Spreewald)
www.bleiche.de/de/termine

Zu den Lesungen mit anschließenden Gesprächen ist der EINTRITT FREI. Wegen beschränkter Sitzplatzanzahl wird um vorherige Reservierung unter Tel. +49 (0)35603-620 oder gebeten.

Eberswalder Start-Up ermöglicht faire Finanzierung eines Studiums auch ohne Kredite oder BAföG: Mit der Onlineplattform „Strival“ bieten Dennis Hindenburg und Marc Büttner Bildungsinteressierten jedweden Alters und unabhängig von deren sozialem Hintergrund die Möglichkeit, Förder*innen für ein Studium zu finden. Unternehmen können so ihre Personalgewinnung ganz neu ausrichten und gezielt künftiges Fachpersonal finden und unterstützen.

Am Geld soll es nicht scheitern – so lautet die Devise des Start-Ups „Strival“, einer Finanzierungsplattform für ein Studium, die von den beiden Eberswaldern Dennis Hindenburg und Marc Büttner in Kooperation mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) ins Leben gerufen wurde. „Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die Frage nach der Finanzierung eines Studiums stets mitschwingt, wenn man sich dafür bewerben möchte – das geht sowohl Schulabsolvent*innen wie auch Berufstätigen so, die sich weiterbilden möchten“, berichtet Dennis Hindenburg, der BWL und Business Administration studiert hat. Zugleich ist der Fachkräftemangel in aller Munde, doch recht beheben lässt sich dieser vor allem im ländlichen Brandenburg nicht. „Strival kann hierbei ein Angebot für beide Seiten, Bildungsinteressenten und Unternehmen, sein“, sagt Marc Büttner. Wer ein Studium anstrebt, könne das Vorhaben mit einem eigenen Profil auf der Plattform publik und so Unternehmen und Stiftungen auf sich aufmerksam machen, die Strival zur Personalgewinnung nutzen. „Die Idee ist, dass sich potenzielle Förder*innen und künftige Arbeitnehmer*innen in einem Stadium der Ausbildung begegnen, wo sie bei bisherigen Finanzierungsmöglichkeiten wie beispielsweise KfW-Kredit, BAföG oder Stipendium noch nichts voneinander wissen“, fügt Marc Büttner hinzu.

Durch das frühe Netzwerken könnten sich im Idealfall Arbeitnehmer*in und Arbeitgeber*in schon sehr zeitig über Bedarfe austauschen und Fragen zu einem möglichen Berufseinstieg rechtzeitig klären. „Zudem kann sich jeder unabhängig seines Alters und sozialer Herkunft bei Strival registrieren, ohne strenge Richtlinien, finanzielle Belastung oder eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit zu fürchten“, ergänzt Firmengründer Dennis Hindenburg. Möglich sei es auch, beispielsweise nur ein Auslandssemester zu finanzieren. Und bei den Rückzahlungen orientiere man sich bei der monatlichen Rate immer nach dem aktuellen Einkommen der Absolventen. Verdiene man mehr, zahle man auch mehr. Kommt man mit seinem Jahresbruttogehalt unter 20 000 Euro, wird die Rückzahlung pausiert, rechnet das Strival-Team vor. „Mit unserer Plattform, die wir in Kooperation mit der HNEE an den Start gebracht haben, schaffen wir eine Finanzierungsalternative, die transparent, sicher und sozial verträglich ist“, versichert Dennis Hindenburg. Ab sofort kann man sich bei den beiden Eberswaldern für eine kostenlose Beratung anmelden.

Wie und warum plante die DDR für Nordkorea in den fünfziger Jahren eine Stadt? Wie wurde DDR-Architektur in westdeutschen Fachzeitschriften wahrgenommen und diskutiert? War die DDR mit ihrem architektonischen Konzept von öffentlichen Schwimmbädern der Bundesrepublik tatsächlich einige Jahre voraus? Diese und viele weitere Forschungsfragen, -themen und -strängen zum Bauen und Planen in der DDR werden auf dem am 18. und 19. Januar 2018 stattfindenden 15. Werkstattgespräch im IRS in Erkner vorgestellt und diskutiert. Im Rahmen der Veranstaltung wird am 18. Januar 2018 zudem die Ausstellung „Fläche, Körper, Raum – unterwegs“ des Rostocker Architekten und Malers Peter Baumbach im IRS eröffnet.

Die Werkstattgespräche zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR am IRS sind seit mehr als 20 Jahren ein Forum zur Diskussion neuer Forschungsergebnisse zwischen jüngeren und etablierten Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen sowie Zeitzeugen. Im Mittelpunkt der 15. Ausgabe der Konferenzreihe der Reihe stehen erneut internationale Perspektiven. Die Themenpalette umfasst Architekturexporte der DDR in das östliche wie westliche Ausland, so unter anderem nach Bulgarien und Nordkorea. Ein zweiter großer Themenblock beschäftigt sich mit Fragen der medialen Rezeption von Architektur und Städtebau der DDR. Hier geht es um Printmedien der DDR, der BRD und Frankreichs, die westdeutsche Architekturzeitschrift „Baumeister“ sowie die Darstellung des DDR-Baugeschehens in Fernseh- und Kinofilmen der DEFA. Ein drittes umfangreiches Themenfeld widmet sich dem Verkehrssektor, von der Baugeschichte des Flughafens Schönefelds über die „autogerechte Stadt“ in Ost und West bis zu den Verkehrsplanungen für Berlin vor und nach der Wende. Ebenfalls genauer in den Blick genommen werden verschiedenen Bautypen wie beispielsweise die Typenprojektierung und Versuchsbauten an der Ingenieurhochschule Cottbus, der Schwimmbadbau sowie das Gebäude der Hauptpost in Leipzig.

Biografische Zugriffe gehören zum traditionellen Themenfeld der Werkstattgespräche und werden mit einer Würdigung der Rolle des Ingenieurs Ulrich Müther im Bauwesen der DDR, dem Städtebautheoretiker Wolfgang Rauda sowie dem freischaffenden Architekten Fritz Angermann ausgeleuchtet. Äußere und innere Architekturgestaltungen wie Kunst am Bau oder die Innenarchitektur von Gaststätten sowie stadtplanerische Fragen der fünfziger Jahre am Beispiel von Aufbaustädten und der Denkmalpflege runden das Themenpanorama des 15. Werkstattgesprächs ab.

Klessin ist ein kleiner Ort nahe der Oder, der bei heftigsten Kämpfen im März 1945 nahezu ausgelöscht wurde. In den Wirren des Krieges wurden die wenigsten der hunderten Gefallenen beider Seiten geborgen. Dem Vergessen möchte der Wuhdener Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem VBGO ein Ende setzen. Die Bergung und würdige Beisetzung der Gefallenen war, ist und bleibt wichtiger Teil der Vereinsarbeit. Nun soll auf dem Gebiet des ehemaligen Gutshofs, rund um die Grundmauern des alten Schlosses Klessin eine Gedenkstätte entstehen, die Gedenken, Begegnung und die Erinnerung an die historischen Geschehnisse an diesem Ort in einer großzügigen Parkanlage miteinander vereinen.

Ihre Spende wird dabei helfen, das Projekt gegen das Vergessen und für den würdevollen Umgang auch und vor allem mit den gefallenen deutschen und russischen Soldaten Wirklichkeit werden zu lassen.
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Wuhdener Heimatverein e.V.
Bei der Volks- und Raiffeisenbank Fürstenwalde Seelow
IBAN: DE51 1709 2404 0109 0009 41

Danke für Ihre Unterstützung.

Besuchen Sie für weitere Informationen auch http://www.heimatverein-wuhden.de/