Wahl-nicht-Empfehlung

Villingen-Schwenningen. Nach 16 Jahren Oberbürgermeisterdasein hat SPD-OB Rupert Kubon („Pegida finde ich zum Kotzen“) die Flasche leer. Er steht für eine neuerliche Amtsperiode nicht zur Verfügung und das ist auch sehr gut so. Der 61-Jährige von den Christdemokraten zu den Sozialdemokraten konvertierte Sozi möchte sich verstärkt pastoral im Oberzentrum Villingen-Schwenningen einbringen. Er will seine Kirche […]

Villingen-Schwenningen. Nach 16 Jahren Oberbürgermeisterdasein hat SPD-OB Rupert Kubon („Pegida finde ich zum Kotzen“) die Flasche leer. Er steht für eine neuerliche Amtsperiode nicht zur Verfügung und das ist auch sehr gut so. Der 61-Jährige von den Christdemokraten zu den Sozialdemokraten konvertierte Sozi möchte sich verstärkt pastoral im Oberzentrum Villingen-Schwenningen einbringen. Er will seine Kirche künftig als ständiger Diakon unterstützen.

Beim ersten OB-Wahlgang (7.10.18) erzielte niemand (2 Frauen / 4 Männer) die erforderliche absolute Stimmenmehrheit. Am besten schnitt der CDU-Kandidat und Tuninger Bürgermeister, Jürgen Roth, ab (48,1 %). Die Wahlbeteiligung war mit gerade mal 42,3 % sensationell niedrig.

Nunmehr geht es beim am 21. Oktober stattfindenden zweiten Wahlgang um Sein oder Nichtsein. Gewählt ist dann, wer die meisten Stimmen (relative Mehrheit) auf sich vereinigen kann.

Nach Abwägung aller sich kommunalpolitisch ergebenden Aspekte komme ich zum Ergebnis, den schwarz-bürgerlichen CDU-Kandidaten nicht zu wählen. Der Verwaltungs- und Betriebswirt (VWA) Jürgen Roth (55), ist seit rund 15 Jahren Bürgermeister der Schwarzwald-Baar-Kreis-gemeinde Tuningen. Dort kann und soll er auch ruhig bleiben. Offensichtlich ist aber die Liebe zu „seinem“ Tuningen geringer als die verlockende Gehaltserhöhung (von rund 5.000 auf über 10.000 Teuro)? Darüber hinaus müßte der schwarze Bürgermeister mit seinen vielen Ämtern eigentlich voll ausgelastet sein. Beispielhafte Aufzählung: * Erster Stellvertreter des Landrats im Vorsitz des Kreistags,* Mitglied des Kreistags im Schwarzwald-Baar-Kreis, * Vorsitzender der Clearingstelle „Digitale Infrastruktur im ländlichen Raum Baden-Württemberg und * stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbandes Breitband im Schwarzwald-Baar-Kreis, Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes – Kreisverband Villingen-Schwenningen, * Aufsichtsrat im Schwarzwald-Baar-Klinikum, * Vorsitzender des Gemeindeelektrizitätsverbandes Schwarzwald-Donau, * Vertreter der Bürgermeister im Kreisfeuerwehrausschuss des Landkreises, * Mitglied im Innovators Club Deutschland.

Der VS-Gemeinderat hat, neben dem jeweiligen OB, 40 Mitglieder. Mit 22 hat das sogenannte „Bürgerliche Lager“ (CDU & Freie Wähler) die absolute Mehrheit. Einen zusätzlichen schwarzen Oberbürgermeister braucht es also wahrlich nicht, zumal auch der Erste Bürgermeister, Detlev Bührer, ein CDU`ler ist.