Hinter dem Mißbrauch steht die Verachtung des Volkes

Keine Partei hat sich in den letzten Jahrzehnten so penetrant als Moralapostel aufgespielt wie die „Grünen“. Von der Elterngeneration (Nazis und Kriegsverbrecher) über Vertriebene (Revanchisten, Ewig Gestrige) bis zur Familie (autoritär, rückschrittlich) waren die Phrasen ohne Hinterfragung vorgegeben. In den letzten Wochen sind kaum faßbare Einzelheiten über den organisierten sexuellen Mißbrauch von Kindern im grün-alternativen […]

Keine Partei hat sich in den letzten Jahrzehnten so penetrant als Moralapostel aufgespielt wie die „Grünen“. Von der Elterngeneration (Nazis und Kriegsverbrecher) über Vertriebene (Revanchisten, Ewig Gestrige) bis zur Familie (autoritär, rückschrittlich) waren die Phrasen ohne Hinterfragung vorgegeben.

In den letzten Wochen sind kaum faßbare Einzelheiten über den organisierten sexuellen Mißbrauch von Kindern im grün-alternativen Umfeld (überwiegend in Bln.-Kreuzberg) zwischen 1970 und 1995 bekannt geworden. Die Berliner Grünen geben sich inzwischen zerknirscht, eine kritische Rückschau auf jene politische Grundhaltung, die den Quellgrund der Perversionen bildete, blieb weitestgehend aus, was bei den Grünen nicht wirklich überrascht. Auch kaum eine Zeitung wollte tiefer blicken, also wird so getan, als ob das eine abgründige Zeiterscheinung gewesen sei, derer sich die Grünen, ähnlich wie die katholische Kirche, leider nicht ausreichend verschlossen haben. Daß hinter der Drohung der kommunistischen sog. 68er „Macht kaputt, was euch kaputt macht!“, vor allem ein ungezügelter Vernichtungswille stand, der auch vor Kindern nicht Halt machte, – vergessen, – ausgeblendet.

Noch 2013 verlor der Journalist Christian Füller seine Stelle als Redakteur bei der linken „tageszeitung“ (taz), weil in einem mit Beweisen unterfütterten Artikel die Verstrickung der Grünen in den massenhaften Kindesmißbrauch in Kreuzberg anprangerte. Sein Beitrag wurde wegzensiert. Füller sah als Grund für die kritiklose Haltung gegenüber Päderasten die unreflektierte Gläubigkeit der Grünen. Sie glaubten und glauben, nur sie stünden für eine bessere Welt. Mitgefühl gibt es im grünen Milieu nur für die Opfer von anderen. Bei den wenigen stattgefundenen Prozessen gegen die übergriffigen Täter, mußten die kleinen Mißbrauchsopfer (überwiegend Jungs) damit rechnen, von den perversen Tätern noch bedroht oder lächerlich gemacht zu werden.

Die Forderung nach Straffreiheit für Pädophilie (Kindesmißbrauch) blühte nicht zufällig im linken-antiautoritären Sumpf Ende der 60er Jahre auf, als die „sexuelle Revolution“ durch die Kinos zog. Die bürgerliche Familie wurde als „Keimzelle des Faschismus“ diffamiert, die im Rahmen der „sexuellen Befreiung“ zerschlagen werden müsse. Übrigens, – der grüne Methusalem, Christian Ströbele, der beste Kontakte zur Kommune 1 unterhielt, die Vorreiter sexueller „Freizügigkeiten“ war, will von alldem nichts bemerkt haben. Für die Grünen kandidierten verurteilte pädophile Straftäter, z.T. aus dem Gefängnis heraus, aber Herr Ströbele hatte keine Ahnung.

Die im Mai 2015 pressewirksam zur Schau gestellte Bestürzung des Berliner Grünen-Vorstandes über die Verbrechen an Kindern aus ihren Reihen heraus wäre erst dann glaubwürdig, würde zeitgleich auch die ideologisch-politische Verirrung in ihrer ganzen widerwärtigen Breite thematisiert.
Doch schuldig sind ja immer die anderen und die Institutionen, die nichts gemerkt haben usw. usw.
Ja, es hat fraglos auch institutionelles Versagen bei Berliner Jugendämtern gegeben, doch darf dies nicht den Blick dafür trüben, daß der sexuellen Abartigkeit immer die politisch-ideologische vorausging.

Denn wer sein Volk und sein Land verachtet bzw. haßt, vergreift sich auch an dessen Kindern.

Thomas Salomon



Der Beitrag ist in der Druckausgabe Zündstoff 03/2015 erschienen

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