Wer ist eigentlich der Bösewicht?

Ständig lallen uns die Transatlantiker damit zu, welche Bedrohung China angeblich für den Weltfrieden ist. Das ist allerdings pure Propaganda. Das Geopolitik-Portal „Eurasia Future“ nennt dankenswerterweise in einem aktuellen Beitrag Zahlen und Fakten und erinnert daran, daß China seit 1980 in keinen einzigen Krieg verwickelt war, keinen „Regime change“ in einem anderen Land inszeniert hat […]

Ständig lallen uns die Transatlantiker damit zu, welche Bedrohung China angeblich für den Weltfrieden ist. Das ist allerdings pure Propaganda. Das Geopolitik-Portal „Eurasia Future“ nennt dankenswerterweise in einem aktuellen Beitrag Zahlen und Fakten und erinnert daran, daß China seit 1980 in keinen einzigen Krieg verwickelt war, keinen „Regime change“ in einem anderen Land inszeniert hat und auch kein einziges anderes Land bombardiert hat.

Für die USA sieht die Bilanz im gleichen Zeitraum nicht so gut aus: Washington war seit 1980 in 19 Kriege, Regimewechsel oder militärische Interventionen verwickelt.

Auch daß China zum letzten Mal am Rande eines militärischen Konflikts stand, liegt bereits wieder lange zurück – es handelte sich um ein kurzes Säbelrasseln in einem lange schwelenden Grenzstreit mit Indien 1987. Diese Episode endete aber ebenfalls unblutig. Im Vergleich dazu waren die USA seit 1980 fast jedes Jahr in irgendeine Form von militärischer Konfrontation verwickelt und seit 2001 buchstäblich in jedem Jahr.

„Eurasia Future“ macht auch darauf aufmerksam, daß sich die chinesische Wirtschaft seit 1980 in einem beispiellosen Aufschwung befindet, der gleichermaßen von gigantischen Investitionen im Infrastrukturbereich („Neue Seidenstraße“) wie vom kontinuierlichen Anstieg des Volkswohlstandes begleitet ist. Auch in dieser Hinsicht verzeichnen die USA eine gegenläufige Entwicklung und werden seit 1980 in immer häufigeren Intervallen von Überschuldungs- und Börsenkrisen heimgesucht.

Infolgedessen wäre China ironischerweise sogar für einen Krieg heute viel besser aufgestellt als die USA, die von anhaltender Mittelknappheit heimgesucht werden. Allerdings zeigt die chinesische Politik – ebenfalls völlig konträr zur amerikanischen – keinerlei Tendenz zu militärischen Abenteuern. Das chinesische Modell stützt sich nicht auf einen hochgezüchteten militärisch-industriellen Komplex (der letztlich auf „heiße“ Kriege angewiesen ist), sondern auf eine breite Investitionstätigkeit und auf internationale Kooperation, etwa im Rahmen des Seidenstraßen-Projekts. „Chinas Ablehnung militärischer Aggression“, resümiert „Eurasia Future“, „könnte als Modell für diejenigen rund um den Globus dienen – einschließlich der USA –, die das rote Blut des Krieges durch den Goldglanz anhaltender Prosperität ersetzen wollen.“

Leider will Amerika das nicht. Es lebt dank eines hochkriminellen Banken- und Finanzsystems vom Blut der Welt. Wenn es einen Welt-Bösewicht gibt, heißt er USA.

Hier der Link zu „Eurasia Future“: https://eurasiafuture.com/2019/01/19/since-1980-the-usa-has-been-involved-in-19-wars-china-has-been-involved-in-none/?fbclid=IwAR0QSC4RqNVQ__4IxzlK-CTcGarmZ5trbmH1VXJQviskQHvua1INAgI9Sl0

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