Abgang eines Teufels

Die Welt ist um einen manischen Kriegstreiber und Brandstifter ärmer, der in den letzten Jahrzehnten an prominenter Stelle dazu beitrug, daß unser Planet nicht etwa immer friedlicher und gerechter wird, sondern heute ein globaler Brandherd ist. Die Liste der „Verdienste“ des jetzt verstorbenen US-Senators John McCain liest sich wie das Sündenregister der Neuen Weltordnung, die […]

Die Welt ist um einen manischen Kriegstreiber und Brandstifter ärmer, der in den letzten Jahrzehnten an prominenter Stelle dazu beitrug, daß unser Planet nicht etwa immer friedlicher und gerechter wird, sondern heute ein globaler Brandherd ist. Die Liste der „Verdienste“ des jetzt verstorbenen US-Senators John McCain liest sich wie das Sündenregister der Neuen Weltordnung, die ein einziger verbrecherischer Krieg gegen freie und souveräne Völker ist.

Großgeworden als Protegé des Lansky-Marley-Bronfman-Syndikats, unterstützte McCain in den 90er Jahren Clintons US-Einmischung auf dem Balkan und rekrutierte muslimische Kopfabschneider, die später beim „Islamischen Staat“ landeten. Er war mitbeteiligt an der Abspaltung des Kosovo und gehörte nach dem 11. September 2001 zu den lautstärksten US-Kriegshetzern. Bereits am 12. September nannte er neben Afghanistan als weitere Angriffsziele: Syrien, Irak, Iran, Nord-Korea, Libyen „und andere“. Im Zuge des – von den USA angezettelten – „Arabischen Frühlings“ organisierte er Waffenlieferungen nach Syrien und konspirierte mit Führern der „bewaffneten Opposition“ gegen die Regierung Assad.

Am Umsturz in Libyen war McCain maßgeblich beteiligt, außerdem verfügte er über beste Verbindungen zur Terrororganisation der Exil-Iraner, den Volksmudschahedin, die im Iran 17.000 Menschen auf dem Gewissen haben. Naheliegend, daß auch ihm – wie der bundesdeutschen AfD – der Schutz Israels von jeher Herzenssache war. Im Gauland-Ton erklärte er 2007 (und bei vielen weiteren Gelegenheiten): „Wenn es um die Verteidigung Israels geht, gibt es keine Kompromisse.“

Auch beim vom Westen inzenierten Regimewechsel in der Ukraine 2014 war McCain neben dem Multimilliardär George Soros einer der aktivsten Brandstifter, der offen mit ukrainischen Kostümnazis kooperierte und Waffenlieferungen für militärische Provokationen gegen Rußland einfädelte.

Wie Soros, diverse Geheimdienste und andere Hintergrund-Drahtzieher nutzte auch McCain eigens dazu ins Leben gerufene sogenannte „Nichtregierungsorganisationen“, um weltweit Unruhen zu schüren. Seit 1993 war ihm hierfür bevorzugtes Instrument das von ihm geführte International Republican Institute (IRI), der republikanische Ableger der Albright-NGO „National Endowment for Democracy“ (NED). Gemeinsam waren IRI und NED federführend beteiligt am gescheiterten Putsch gegen den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez (2002), an der Rosenrevolution in Georgien 2003, der „Orangen“-Revolution 2004 in der Ukraine, am Sturz des legitimen Präsidenten von Haiti, Aristide, 2004, an der Tulpenrevolution in Kirgisistan 2005 und an einem gescheiterten Putsch in Weißrußland 2006.

Der russische Präsident Putin, dem McCain 2011 seine Ermordung nach Gaddafis Vorbild an den Hals wünschte, quittierte den Anwurf des zuletzt (?) an einem Gehirntumor Leidenden mit einer Feststellung, die vermutlich das Wesentliche trifft: „Herr McCain hat in Vietnam gekämpft. Ich denke, daß er genug Blut von friedlichen Bürgern an seinen Händen hat. Es muß unmöglich sein, ohne diese ekelhaften Szenen weiterleben zu können. Herr McCain wurde gefangengenommen, und sie hielten ihn nicht nur im Gefängnis, sondern in einer Grube für mehrere Jahre. Jeder an seiner Stelle würde verrückt werden.“

Zumindest diesen Verrückten hat der Teufel jetzt zu sich genommen. McCain erlag gestern seinem Tumor.