Die AfD, das Geld der NPD und die Israelfrage

Im pathologischen „Kampf gegen Rechts“ ist bekanntermaßen jedes Mittel erlaubt, auch wenn die vorgeblichen „Demokraten“ dafür ihre vermeintlich geheiligten Prinzipien – etwa den Gleichheitsgrundsatz – über Bord werfen. Zumindest der Linken muß man es anrechnen, sich aus diesem Grunde bei dieser Abstimmungsfarce weitgehend enthalten zu haben. Von eklatanter Dummheit geprägt ist jedoch das Verhalten der […]

Im pathologischen „Kampf gegen Rechts“ ist bekanntermaßen jedes Mittel erlaubt, auch wenn die vorgeblichen „Demokraten“ dafür ihre vermeintlich geheiligten Prinzipien – etwa den Gleichheitsgrundsatz – über Bord werfen. Zumindest der Linken muß man es anrechnen, sich aus diesem Grunde bei dieser Abstimmungsfarce weitgehend enthalten zu haben.

Von eklatanter Dummheit geprägt ist jedoch das Verhalten der AfD, die dieser Entscheidung zwar nicht zugestimmt hat, aber in den Chor der Systemparteien miteinstimmt, obwohl sie selbst und andere authentisch oder vermeintlich patriotische Formationen bald genauso Opfer dieser ideologisch motivierten Willkürpolitik werden dürften, wenn man die Möglichkeit dazu einreißen läßt. Es handelt sich um das gleiche Kaliber wie bei dem Maas‘schen Zensurgesetz und der unsäglichen Feststellung des von Systemlingen besetzten Verfassungsgerichts, das Festhalten am Abstammungsprinzip sei „verfassungsfeindlich“.

Nun, wenn es das ist, dann ist diese famose Verfassung tatsächlich mein Feind, aber das war mir immer schon schnuppe, welche Normen und Wertvorstellungen die BRD-Politik vor sich herträgt.

Einer der bedeutendsten Vordenker des deutschen Nationalismus, Georg Ritter von Schönerer, hat angesichts der Auseinandersetzung mit einem antideutschen Staat, seinerzeit der eine Slawisierungspolitik betreibenden oder zulassenden K.u.k Monarchie, den klaren Grundsatz aufgestellt, daß Volksrecht Staatsrecht bricht. Dasjenige, dem man sich als Patriot verpflichtet fühlt, ist in erster Linie das eigene Volk und das Land, nicht aber der von historischen Zufällen abhängige Staat und die sich ändernde Staatsform. Wenn eine Staatsform oder eine Verfassung den vitalen Interessen eines Volkes nicht oder nicht mehr genügt bzw. diese sogar eklatant und existenzbedrohend schädigt, dann muß nicht das Volk ausgetauscht werden, wie es derzeit und schon seit bald einem halben Jahrhundert schleichend passiert, sondern der Staat und seine Verfassung und Gesetze müssen geändert oder abgeschafft werden und einer neuen Ordnung weichen.

Schönheitskorrekturen und Reparaturen an einem durch und durch maroden System helfen nicht weiter, die Kollaboration mit ihm schon gar nicht.

Wer das tut, der ist selber „widerlich“. Widerlich sind die Systemparteien von Linke bis CSU gleichermaßen.

Wer aber anfängt, konkurrierende Parteien des eigenen Spektrums zum Gaudium der Systemparteien als widerlich zu bezeichnen, so wie es der Bundestagsabgeordnete, Ex-JUler, -CDUler und -CSUler Brandner, Mitglied einer katholischen Studentenverbindung und früherer Aktivist der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ (alles laut Wikipedia), Stephan Brandner (AfD), tut, auf den fällt sein Verdikt zurück wie ein Bumerang.

Ebenso erbärmlich wie das peinliche Lavieren im Hinblick auf die Finanzmittel der Nationaldemokraten ist die unglaubliche Ausmaße annehmende Jubelorgie von Teilen dieser Partei angesichts des 70jährigen Jubiläums der Gründung eines nahöstlichen Staatswesens. Manche geraten darüber dermaßen in Verzückung, daß man glauben könnte, hier sei der Gründung eines deutschen Staates zu gedenken. Am 18. Januar beispielsweise hat man aus diesen Kreisen keine vergleichbaren Begeisterungsbekundungen vernehmen können.

Das Bismarck‘sche Verdikt über die unheilbare Xenophilie mancher Deutschen findet auch hier seine traurige bis absurd-alberne Bestätigung.
Man muß zwar mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn man umgekehrt meint, für die ebenso fremden, ja höchst schädlichen Interessen der friedensreligiösen Gaza-Insassen oder anderer diesem Kultus anhängender Herrschaften eintreten zu müssen, deren Haßobjekt das zionistische Staatswesen schon seit seiner Gründung und bereits davor war und ist. Mir ist es schlicht gleichgültig, was die Israeli in Gaza und im Westjordanland veranstalten.

Das intendiert allerdings nicht, daß ich geneigt wäre, die Existenz dieses Staates als Teil deutscher Staatsraison anzunehmen, der selbst und gerade von gläubigen Juden aus gutem Grunde abgelehnt wird. Natürlich hat objektiv betrachtet auch das jüdische Volk Anspruch auf eine staatliche Heimstatt, wenn es diese selbst anstrebt.

Für uns als Deutsche sind im Sinne einer Staatsraison jedoch nur die jüdischen Deutschen oder deutschen Juden von Relevanz, die seit Jahrhunderten mit uns in staatlicher Gemeinschaft gelebt haben und sich dabei vielfach um Kultur, Wissenschaft, Medizin und auch Politik des Vaterlandes verdient gemacht haben. Diese Symbiose ist durch die Ereignisse seit dem Ersten Weltkrieg, die Revolutionen in dessen Gefolge und ihre Bewertung durch die NS-Politik auf tragische Weise gestört worden.

Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches kenne ich so gut wie keinen vernünftigen Patrioten mehr, der sich einem undifferenzierten Antisemitismus hingibt, der Umgang miteinander ist ein beidseitig unbefangener geworden, auch und gerade durch die gemeinsame Bedrohung durch die Anhänger der Friedensreligion. Das intendiert jedoch nicht, daß man deswegen alles, was der israelische Staat abläßt und tut, für reines Gold ansehen muß, angefangen von der höchst törichten Politik gegenüber dem Iran und Syrien, während man mit seinen eigentlichen sunnitischen Feinden wie Saudi-Arabien aktive Kumpanei betreibt. Belehrungen, Beschimpfungen, „Warnungen“ und immer wieder aufkommende Zahlungsforderungen aus Tel Aviv tragen ein übriges dazu bei, diesen Staat und viele seiner Repräsentanten nicht zu mögen – was allerdings nicht heißt, daß man nicht auch manches an ihm vorbildlich finden kann – etwa seine Wehrhaftigkeit.

Außerdem heißt die Ablehnung eines Regimes und seiner herrschenden Eliten nicht, daß man dessen Einwohner nicht respektiert oder durchaus schätzt; das fehlende Differenzierungsvermögen – übrigens genau das, was Martin Hohmann seinerzeit in seiner angeblich skandalösen Rede zum Ausdruck gebracht, nämlich daß weder Deutsche noch Juden für die Taten einzelner kollektiv in Haftung zu nehmen sind – hat viel sowohl zum Judenhaß als auch zum ebenso pathologischen Deutschenhaß beigetragen. Würde man die Ablehnung eines Regimes und seiner verkommenen Repräsentanten auf ein ganzes Volk übertragen, dann wären wir als Deutsche angesichts einer Merkel und eines Maas wohl gezwungen, uns in einer Weise selbst zu hassen, wie das die linken Nationalmasochisten mit Eifer tun. Eines nämlich kann man sicher der israelischen Regierung nicht vorwerfen, daß sie permanent die Interessen des eigenen Volkes zugunsten von Hinz und Kunz verrät….